Leitbild
Inhaltsverzeichnis
1. Die Wurzeln des Lebens- und Pflegezentrums
2. Die strukturelle Weiterentwicklung des Leitbildes
3. Die Qualität als Verpflichtung der Leitung
4. Unser Selbstverständnis
4.1. Das christliche Menschenbild
4.2. Der diakonische Auftrag
4.3. Der Umgang mit dem Bewohner
4.4. Der Umgang mit dem Mitarbeiter
4.5. Der Umgang mit der Umwelt
4.6. Professionelle und effiziente Arbeitsweise
4.7. Wirtschaftliche Arbeitsweise
5. Die Angebote der Einrichtung
5.1. Direkte und indirekte Pflege
5.2. Tagesbetreuung
5.3. Betreuungsdienst
5.4. Seelsorgeangebot
5.5. Gottesdienste und Andachten
5.6. Sterbebegleitung
5.7. Angebot der Mitarbeiterbegleitung
5.8. Nähe zur CHD-Gemeinde Steinbach e.V.
5.9. Besuche und ehrenamtliche Angebote
6. Die Außenwirkung der Einrichtung
6.1. Die Werte der Einrichtung nach außen tragen
6.2. Die Wirkung auf die Kunden(Bewohner,Angehörige und Ärzte)
6.3. Die Wirkung auf die Mitarbeiter
6.4. Die Wirkung auf die Gesellschaft
7. Die Entwicklung von neuen Dienstleistungen
1. Die Wurzeln des Lebens- und Pflegezentrums
Das Lebens- und Pflegezentrum Steinbach wurde 1965 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt fand das Gründerehepaar Max und Erika Huyssen einen geeigneten Ort, um ihre Vision eines Altenheimes in die Tat umzusetzen. Sie gründeten den Christlichen Hilfsdienst e.V. als Träger des Altenheimes und erwarben eine ehemalige Privatklinik, die den Anfang der Einrichtung darstellte.
Die Einrichtung bekam den Namen „Haus Rehoboth“, was aus dem Hebräischen übertragen bedeutet, dass Gott weiten Raum schafft. Das Haus sollte ein Platz sein, wo Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Situation besonders bedürftig sind, eine Heimat finden würden. Ihr christlicher Glaube veranlasste sie unter großem persönlichen Einsatz und Opfern diese Einrichtung Schritt für Schritt aufzubauen. Diese Prägung ist bis heute zu spüren und stellt die Basis unseres Arbeitens dar.
Im Jahr 1995 wurde das „Haus Rehoboth“ in Lebens- und Pflegezentrum Steinbach umbenannt, um der aktuellen Entwicklung Rechnung zu tragen, dass zum Einen ein Wechsel vom Altenwohnheim zum Altenpflegeheim stattgefunden hat, zum Anderen, weil der Christliche Hilfsdienst ganz bewusst auch jüngere Pflegebedürftige sowie körperlich und geistig Behinderte aufnimmt, was in der Altenhilfe nicht unbedingt üblich ist.
Besonderes Merkmal ist das Miteinander mit dem Trägerverein Christlicher Hilfsdienst e.V., der sich neben der Trägerschaft in der Altenhilfe, besonders im Bereich der therapeutischen Seelsorge engagiert. Wechselwirkungen gibt es auch mit den Schwesterorganisationen, die im Christlichen Hilfsdienst ihren Sitz haben. Die CHD-Bruderhilfe ist in den Ländern des ehemaligen Ostblocks, vor allem durch humanitäre Hilfe tätig. Die CHD-Gemeinde Steinbach ist eine selbstständige freikirchliche Gemeinde, die ihre Aufgabe in der unmittelbaren Region sieht. Durch die gegenseitige Anteilnahme ergeben sich so manche positiven Ergänzungen, die sich fördernd auf den Heimalltag auswirken.
2. Die strukturelle Weiterentwicklung des Leitbildes
Das Lebens- und Pflegezentrum Steinbach hat eine Struktur, die dem üblichen Organisationsschema einer Altenpflegeeinrichtung entspricht. Die Hauptabteilungen erarbeiten für ihren Bereich eigene Leitbilder, die sich vom Leitbild der Einrichtung ableiten. Im täglichen Miteinander soll das Leitbild sich immer wieder bewähren und Maßstab für das Handeln der Mitarbeiter sein.
Der Vorstand des Trägervereins ist als geschäftsführender Vorstand stark in den Alltag des Lebensund Pflegezentrums eingebunden. Dadurch ergibt sich eine enge Abstimmung zwischen Leitung und Abteilungen des Lebens- und Pflegezentrums.
3. Die Qualität als Verpflichtung der Leitung
Für den Christlichen Hilfsdienst ist die Bibel, als Wort Gottes, die Messgröße unseres Handelns. Das Wort Gottes verlangt von uns, die höchsten Qualitätsmaßstäbe an unser Handeln anzulegen, wenn sie uns auffordert, „alles für den Herrn zu tun“ (Kolosser 3,17). Dies bedeutet, dass wir uns nicht nur dem Kunden oder uns selbst verpflichtet sehen, sondern auch Gott selbst.
Diese Tatsache fordert uns immer wieder heraus, unser Handeln und unser Reden im Licht der Bibel und unseres Gewissens zu prüfen. Im Wissen dieser Verantwortung ist es uns ein Bedürfnis, uns selbst immer wieder zu prüfen, ob unser Handeln den selbstgesteckten Qualitätszielen entspricht. Diese Qualitätspolitik und die entsprechenden Ziele werden weiter unten im Detail dargelegt.
4. Unser Selbstverständnis
4.1. Das christliche Menschenbild
Wir sind überzeugt, dass das Menschenbild im Sinne der Anthropologie, den Umgang mit dem Menschen prägt. Deshalb betonen wir, dass wir uns dem christlichen Menschenbild verpflichtet wissen:
Jeder Mensch ist ein von Gott gewolltes und von Gott geliebtes Geschöpf und hat deshalb, unabhängig von Verfassung und Leistung, einen wunderbaren, individuellen Wert. Jeder Mensch ist geschaffen als Einheit von Körper, Seele (Gefühl, Verstand und Wille) und Geist (Gottesbeziehung). Alle drei Bereiche stehen in einem engen Zusammenhang und sich nicht voneinander trennen.
4.2. Der diakonische Auftrag
In jeder Gesellschaft, so auch in unserer, gibt es Menschen, die nicht in der Lage sind, eigenständig ihr Leben zu gestalten und zu bewältigen. Ihnen Helfer-Diener (Diakon) zu sein, haben Christen,neben der Weitergabe des Evangeliums, schon immer als Auftrag gesehen. Es ist das Besondere christlicher Auferstehungshoffnung, Unvollkommenheit als Teil und Kennzeichen menschlichen Lebens anzunehmen. In diesem Sinne verstehen auch wir unsere Dienstleistung. Sie richtet sich überwiegend an alte und/oder behinderte Menschen (beiderlei Geschlechts, weiter als Bewohner bezeichnet).
4.3. Der Umgang mit dem Bewohner
Der Umgang mit dem Bewohner ist immer eine Begegnung mit dem einmaligen und ganzen Menschen. Wir respektieren seine Privatsphäre. Dazu gehört, dass wir Wohn- und Lebensraum des Einzelnen anerkennen und schützen. Bewusst wollen wir mit den Stärken und Möglichkeiten, d.h. ressourcenorientiert, arbeiten. Dabei achten wir darauf, was für ein Verständnis von Lebensqualität der Bewohner vorgibt. Danach richtet sich der Umfang der Begleitung. Wichtig ist uns dabei auch die Biografie des Einzelnen kennen zu lernen und zu berücksichtigen. In der praktischen Begleitung wird das soziale und religiöse Umfeld wie Familie, Verwandte, Bekannte, Freunde, Kirchengemeinde, soweit als möglich einbezogen.
4.4. Der Umgang mit dem Mitarbeiter
Voraussetzung für ein bewohnerorientiertes Handeln sind Mitarbeiter, die sich mit unserem christlichdiakonischen Auftrag identifizieren und die sich verantwortungsbewusst und engagiert an der Arbeit des Lebens- und Pflegezentrums (LuP) beteiligen. Dazu ist es wichtig, dass Mitarbeiter und Dienstgeber vertrauensvoll als Dienstgemeinschaft zusammenarbeiten. Dies kann geschehen durch ein ständiges Aufeinanderzugehen und eine gute Kommunikation.
Dem Mitarbeiter werden Strukturen, Verantwortungsbereiche und Handlungsweisen verständlich erläutert. Gesamtverantwortliches Denken und Handeln des Mitarbeiters ist uns willkommen. Engagement, Kreativität und konstruktive Kritik sind erwünscht. Aufgaben und Kompetenzen werden abgesprochen oder in Stellenbeschreibungen festgelegt. Dabei achten wir auf die persönliche Eignung und auf die berufliche Qualifikation des Einzelnen. Wir unterstützen und fördern es, wo geeignete Mitarbeiter sich nachträglich eine berufliche Qualifikation erwerben. Um die Dienstleistungsqualität zu sichern und die berufliche Kompetenz des Mitarbeiters zu fördern, soll kontinuierlich für geeignete Maßnahmen und Fortbildungsangebote gesorgt sein.
4.5. Der Umgang mit der Umwelt
Wir sehen unsere Umwelt als ein von Gott anvertrautes Gut, mit dem wir sorgfältig und verantwortungsbewusst umgehen wollen. Deshalb achten wir nach Möglichkeit auf umweltgerechtes Arbeiten der Mitarbeiter, auf umweltverträgliche Produkte und auf ökologische Müllentsorgung.
4.6. Professionelle und effiziente Arbeitsweise
Im Blick auf Menschenbild und diakonischen Auftrag sehen wir uns verpflichtet, unsere Arbeitsweise, sei es im Zusammenhang mit dem Bewohner,sei es haus- oder betriebswirtschaftlich, so professionell wie möglich zu gestalten.
Ebenso sind wir herausgefordert, die Ablauforganisation und die einzelnen Arbeitsabläufe effizient zu organisieren. Dadurch sichern wir die Qualität unserer Arbeit.
Sich ändernde Bedürfnisse und Gegebenheiten bei den Bewohnern oder bei der Einrichtung erfordern eine ständige Überprüfung und Optimierung.
4.7. Wirtschaftliche Arbeitsweise
Dieser Bereich steht in einem engen Zusammenhang mit einer professionellen und effizienten Arbeitsweise (Punkt 4.6.). Der Christliche Hilfsdienst ist ein Non-Profit-Unternehmen. Gerade dies verpflichtet uns zu einer wirtschaftlich verantwortungsbewussten, transparenten und bewohnerorientierten Arbeit. Sie wird regelmäßig überprüft und den Gegebenheiten angepasst, um Qualität und Bestand zu sichern.
5. Die Angebote der Einrichtung
5.1. Direkte und indirekte Pflege
Für das Wohlbefinden ist eine fachlich kompetente, ganzheitlich orientierte, individuell geplante Pflege unerlässlich. Art und Umfang wird in einem eigenen Prozess beschrieben (D-2 Modell der bewohnerbezogenen Pflegeaktivitäten). Unsere Arbeitsstrukturen gestalten wir effizient und praktizieren gleichzeitig angemessene und transparente Entscheidungsstrukturen. Dazu gehört vor allem ein durchdachter und effektiver Informationsfluss. Dies geschieht in der Pflege in Form von regelmäßigen Dienstübergaben. Darüber hinaus gibt es Gesprächsrunden, die sich mit abteilungsbezogenen Informationen auseinandersetzen, die sogenannte „Runder Tisch Pflege“.
Ein ganzheitliches Leben mit entsprechender Lebensqualität benötigt Wohnraum. Darum ist es wichtig, dass dieser Wohnraum so ausgestaltet ist, dass Bewohner das Empfinden entwickeln können, im Lebens- und Pflegezentrum zu Hause zu sein. Dazu gehört ein möglichst individuell ausgestaltetes Zimmer, bzw. Zimmerbereich. Auch die Räume außerhalb der Bewohnerzimmer sollen eine Wohnatmosphäre vermitteln. Gleichzeitig ist bei der Konzeption dieser Räume zu beachten, dass sie behindertengerecht gestaltet sind und dass Bewohner mit einer Demenzerkrankung sich, zumindest teilweise, orientieren können.
5.2 Tagesbetreuung
Primär ist die Tagesbetreuung gedacht für altersverwirrte (gerontopsychiatrisch erkrankte) Menschen. Obwohl z. T. noch in guter körperlicher Verfassung, werden sie zunehmend verhaltensauffällig und unangepasst. Dadurch bilden sie eine besondere Herausforderung für Mitbewohner und Mitarbeiter. Die Tagesbetreuung soll dazu beitragen, die Lebensqualität dieser Bewohner zu erhalten, womöglich zu steigern, die Selbständigkeit aufrecht zu erhalten, bzw. wieder zu gewinnen und unter Umständen die Integration in die Gruppe zu erleichtern. Dies geschieht durch Förderung der geistigen, seelischen, körperlichen, sozialen und kreativen Fähigkeiten, unter Berücksichtigung von Eigenrhythmus und Tagesform.
5.3. Betreuungsdienst
Pflege, auch wenn sie ganzheitlich ausgerichtet ist, umfasst schwerpunktmäßig den körperlichen Bereich. Um die psychosoziale Seite besser betreuen zu können, hat der Christliche Hilfsdienst den Fachbereich „Betreuungsdienst“ eingerichtet. Dieser arbeitet ergänzend zur Pflege, unter Leitung der Pflegedienstleitung. Er steht in ständigem Kontakt mit den anderen Diensten des Hauses, mit den Angehörigen der Bewohner; wo notwendig auch mit Ärzten und Therapeuten, welche die einzelnen Bewohner betreuen. Unter ganzheitlichem Aspekt hat der Mitarbeiter des Betreuungsdienstes schwerpunktmäßig das psychische Ergehen der Bewohner im Blick. Er fördert die sozialen Bezüge. Bei auftretenden Problemen oder Erkrankungen, die den psychischen Bereich (mit)betreffen, unterstützt er den Kontakt zum Facharzt. Ebenso ist er beteiligt, wenn es darum geht entsprechende therapeutische Schritte zur Verbesserung zu erarbeiten und durchzuführen.
5.4. Seelsorgeangebot
In den Christlichen Hilfsdienst kommen Bewohner mit verschiedenen religiösen Biografien, mit unterschiedlicher Einstellung und Haltung zum christlichen Glauben. Unabhängig davon stellen sie, oder die Angehörigen, oftmals die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens. Mit dem christlichen Menschenbild (sh. 4.1.) als Hintergrund, sehen wir den Auftrag, bei einer ganzheitlichen Umgangsweise auch den Bereich der Gottesbeziehung beim Bewohner zu berücksichtigen. Dies geschieht durch das Seelsorgeangebot. Jeder Bewohner, der seelsorgerliche Begleitung wünscht, kann dieses Angebot in Anspruch nehmen. Im Christlichen Hilfsdienst stehen Mitarbeiter zur Verfügung, die bereit sind, mit Bewohnern ein seelsorgerliches Gespräch zu führen, Sinnfragen oder religiöse Fragen zu beantworten, mit ihnen zu singen und/oder zu beten. Außerdem beschäftigt der Christliche Hilfsdienst einen Seelsorger und bietet damit das Angebot einer kontinuierlichen seelsorgerlichen Begleitung an. Besonders willkommen sind bei uns ehemalige geistliche Begleiter der Bewohner (Pfarrer, Seelsorger u.s.w.), die bereit sind, sie auch nach dem Einzug in unser Haus weiter seelsorgerlich zu betreuen.
5.5. Gottesdienste und Andachten
Gottesdienste und Andachten sehen wir als ein zentrales Element gelebten christlichen Glaubens. Regelmäßig werden für die Bewohner Andachten und Gottesdienste angeboten. Verantwortet und zum Teil durchgeführt werden diese vom verantwortlichen Mitarbeiter für die Seelsorgearbeit. Dieser Aufgabenbereich wird mitgetragen von Mitarbeitern, die sich dazu ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Außerdem fördern wir die Kontakte der Bewohner entsprechend ihrer kirchlichen Konfession. In regelmäßigen Abständen führen der katholische und evangelische Ortsgeistliche Gottesdienste für die Bewohner in unserem Haus durch, die von uns mitvorbereitet und mitdurchgeführt werden.
5.6. Sterbebegleitung
Leben ist unteilbar, Sterben ist ein wichtiger Teil des Lebens. Deshalb sehen wir Sterbebegleitung als Aufgabenbereich unserer Arbeit. Maßnahmen zur aktiven Sterbehilfe lehnen wir grundsätzlich ab. Wichtig ist in diesem Zusammenhang der regelmäßige Kontakt zum Arzt. Durch eine entsprechende Schmerztherapie soll der Sterbende möglichst frei gehalten werden von Schmerzen. Die Wünsche des Sterbenden haben Vorrang. Wir versuchen, diese von ihm selbst oder durch Gespräche mit Angehörigen/ Freunden zu erkunden. Wo möglich, haben bereits früher mit dem Bewohner Gespräche über sein Sterben stattgefunden oder biografische Kenntnisse lassen seine Wünsche erkennen. Angehörige/Freunde oder persönliche Seelsorger haben Vortritt in der Sterbebegleitung. Im Christlichen Hilfsdienst besteht ein Arbeitskreis „Sterbebegleitung“, der sich aus Mitarbeitern und Freunden zusammensetzt. Außerdem arbeiten wir zusammen mit der örtlichen Hospizgruppe.
5.7. Angebot der Mitarbeiterbegleitung
Neue Mitarbeiter werden nach einem einrichtungsinternen Konzept eingeführt. Die Einarbeitung verantwortet der jeweilige Vorgesetzte. Durch regelmäßige Mitarbeitergespräche und Fortbildungsangebote wird dem Mitarbeiter ein Prozess des Wachsens und Reifens ermöglicht. Ein Angebot der Klärungshilfe oder Seelsorge durch entsprechend befähigte Personen soll Motivation und Identitätsfindung der Mitarbeiter auf allen Ebenen fördern.
5.8. Nähe zur CHD-Gemeinde Steinbach e.V.
Die CHD-Gemeinde Steinbach hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor Ort mit der Botschaft des Evangeliums zu erreichen und so ihren Nöten und Fragen des Lebens zu begegnen. Bewohner des Christlichen Hilfsdienst sind herzlich eingeladen, sofern sie es möchten, sich an den Gottesdiensten und am Gemeindeleben zu beteiligen. Dadurch wird ein zusätzliches Angebot geistlicher und menschlicher Begegnung gesetzt.
5.9. Besuche und ehrenamtliche Angebote
Unser Haus ist offen und gastfreundlich. Besucher (Einzelne oder als Verein) aus Steinbach und aus dem umliegenden Rebland sind bei uns willkommen. Gerne begleiten wir die Bewohner, wo sie zu öffentlichen Veranstaltungen eingeladen werden. Besuch von Kindergärten fördert die Begegnung zwischen den Generationen; regelmäßiger Besuch von Mitgliedern des Arbeitskreises „Tiere helfen Menschen“ mit ihren Tieren ist uns ein wichtiges Anliegen.
6. Die Außenwirkung der Einrichtung
6.1. Die Werte der Einrichtung nach außen tragen
Das Lebens- und Pflegezentrum sieht sich als Teil des regionalen Gefüges. Wir verstehen unsere Arbeit nicht nur als eine Dienstleistung an Hilfebedürftigen, sondern als Auftrag vor Gott und der Gesellschaft. Deswegen ist es uns wichtig, über unsere Arbeit und unsere Beweggründe zu reden und sie auch den Menschen um uns herum zur Kenntnis zu bringen.
6.2. Die Wirkung auf die Kunden (Bewohner,Angehörige und Ärzte)
Natürlich steht der Kontakt mit unseren Kunden an erster Stelle. Es ist uns wichtig, dass unsere Bewohner und deren Angehörige sich im Lebens- und Pflegezentrum angenommen und Zuhause fühlen. Wichtig ist uns, dass der Bewohner die Möglichkeit hat, seinen letzten Lebensabschnitt in Würde zu verbringen.
6.3. Die Wirkung auf die Mitarbeiter
Werte lassen sich nicht einfach verordnen, sie müssen gelebt und in das tägliche Leben übersetzt werden. Keiner kann diese Aufgabe alleine durchführen. Deswegen sehen wir das Miteinander aller Mitarbeiter als eine entscheidende Vorraussetzung dafür, dass wir unsere Ziele umsetzen können. Mitarbeiter sind für uns nicht nur eine Ressource, sondern diejenigen, die Werte und Vision umsetzen und realisieren.
6.4. Die Wirkung auf die Gesellschaft
Letztlich will das Lebens- und Pflegezentrum nicht nur seinen Arbeitsauftrag als Altenhilfeeinrichtung erfüllen, sondern auch Impulse in die Gesellschaft geben. Gelebter Glaube und tätige Nächstenliebe sollen Mut machen und zur Nachfolge Jesu herausfordern.
Das Lebens- und Pflegezentrum will deshalb durch Veranstaltungen (Tag der offenen Tür, Vorträge, etc.) immer wieder einladen, sich mit der Arbeit, aber auch mit der christlichen Motivation, die dahinter steckt, auseinander zu setzen. Ein ganz besonderes Augenmerk liegt dabei auf der unmittelbaren Nachbarschaft des Lebens- und Pflegezentrums.
7. Die Entwicklung von neuen Dienstleistungen
Es ist uns bewusst, dass wir auf einem Weg sind und sich immer wieder Verbesserungspotentiale auftun. Gerade deswegen will sich das Lebens- und Pflegezentrum immer wieder prüfen, wo es noch effektiver seiner Arbeit nachkommen kann. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess ist dann nicht nur eine Managementaufgabe, sondern Teil unseres Selbstverständnisses und ein Schrittmacher zur Weiterentwicklung des Christlichen Hilfsdienstes.


